Rohbau-2

Bausystem 3G+

In dem von uns verwendeten Bausystem 3G+ stecken über 20 Jahre Erfahrung. Es wurde  Anfang der 90er Jahre vom IB Naumann & Stahr entwickelt und mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und wichtigen Industriepartnern stetig verbessert. In einer eigenen Abteilung für Forschung und Entwicklung (F&E) arbeiten wir kontinuierlich an der weiteren Optimierung. Der Name 3G+ bedeutet, dass, aufgrund der statischen Eigenschaften, mehr als 3 Geschosse möglich sind. Wir arbeiten an der Anpassung für 7 Geschosse. Das limitierende sind allerdings die rechtlichen Vorgaben, da ab der Gebäudeklasse 5 (>4 Geschosse) tragende Bauteile nicht in brennbaren Materialien ausgeführt werden dürfen. Der Brandschutzprüfer kann jedoch eine Ausnahme genehmigen, sofern die Schutzziele erreicht sind. Das ist unser Ziel!

Inzwischen haben wir aus dem Bausystem ein abgestimmtes Hauskonzept – Das HolzWertHaus - entwickelt, in dem Architektur, Statik und Haustechnik optimal zusammenwirken.

Für das Bausystem wurden bereits diverse Prüfungen durchgeführt, so dass für Decken und Wände allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnisse vorliegen, die im Downloadbereich zur Verfügung stehen. Das Bausystem  ist nicht patentrechtlich geschützt und kann von jedem eingesetzt werden. Zu beachten ist, dass nur die bei der Prüfung verwendeten Produkte eingesetzt werden dürfen. Die entkoppelte Holzbalkendecke wurde vom IB Naumann und Stahr im Auftrag der Fa. EGGER entwickelt.

Auf unseren Internetseiten werden die wesentlichen Grundlagen des Bausystems beschrieben. Für ein Gebäude müssen jedoch viele weitere Details betrachtet werden. Wenn Sie Interesse haben, das Bausystem zu verwenden, unterstützen wir Sie gerne bei dieser Detailarbeit.

Mehrgeschossiger Holzbau

Derzeit arbeiten wir an einem Projekt zum mehrgeschossigem Holzbau.

Nach der Musterbauordnung sind nur Gebäude bis 13m in Holzbauweise zulässig. Für höhere Gebäude ist eine Sondergenehmigung erforderlich.

Wir sind überzeugt, dass auch für höhere Gebäude der Baustoff Holz gut geeignet ist und haben Lösungen zu den wesentlichen Aspekten des Brandschutzes, der Statik und des Schallschutzes entwickelt.

z.B Brandschutz: Holz brennt doch…

Natürlich ist Holz ein brennbarer Baustoff und man ist auf den Baustoff  Stein umgestiegen um zu verhindern, dass sich ein Hausbrand ausbreitet und im Extremfall eine ganze Stadt brennt.

Heute stehen jedoch Möglichkeiten zur Verfügung das Holz mit Gipsfaserplatten und Steinwolle soweit einzupacken, dass die Holzkonstruktion eines Hauses bei einem Brand in einem Zimmer nicht angegriffen wird. Mann bezeichnet das als Kapseleffekt K60:

60 Minuten lang muss die Kontruktion so geschützt werden, dass die Temperatur hinter der Verkapselung 250°C nicht übersteigt.

Ein “normaler” Wohnungsbrand dauert ca. 30min, dann ist alles brennbare abgebrannt und es glimmt und glüht noch. Die Ferwehr hat also ausreichend Zeit zum Löschen. Mit Hilfe einer Thermographiekamera können Glutnester entdeckt werden. Der Brand wird vollständig gelöscht  und ein Übergreifen auf die Nachbarschaft wird vermieden.