Fenster in Wand 3D

Kastenfenster

Anforderungen an Passivhausfenster

Für ein Passivhausfenster gibt es zwei wesentliche Anforderungen: Zum einen soll der Wärmeverlust möglichst gering sein; dies wird technisch durch den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) des Fensters beschrieben. Der Wärmeverlust durch das Fenster bestimmt auch seine Oberflächentemperatur. Diese sollte möglichst hoch sein, am besten nicht mehr als 2-4 K geringer als der Rest des Raumes, weil eine homogene Oberflächentemperatur der Flächen eines Raumes als behaglich empfunden wird. Eine eindeutige Zahl lässt sich hier leider nicht angeben, da das Empfinden der Behaglichkeit bei jedem Menschen unterschiedlich ist. In konventionellen Bauten wird die Behaglichkeit häufig dadurch erreicht, dass ein Heizköper unter dem Fenster angeordnet wird und somit die Luft vor dem Fenster erwärmt.

Neben der Behaglichkeitsanforderung sollen die solaren Gewinne möglichst hoch sein, damit ein Fenster auch im Winter mehr Wärme durch Solarstrahlung hereinlässt als entweicht. Dies wird technisch durch den Energiedurchlassgrad (g-Wert) beschrieben.

Nun müssen diese beiden Werte optimiert werden, denn leider ist der g-Wert geringer, wenn auch der U-Wert geringer ist. Optimiert werden kann z. B. durch das Hinzufügen einer Glasscheibe.

Umsetzung der Passivhausanforderungen beim Kastenfenster

Im Kastenfenster werden zwei Flügel mit jeweils Doppelglasscheiben eingesetzt. Die Scheiben sind über “Swisspacer” Kunststoff-Abstandhalter thermisch gut getrennt („warme Kante“) und zusätzlich mit Kork isoliert. Dadurch wird die Wärmebrücke im Randbereich minimiert, die bei Standardfenstern zu Kondenswasserausfall sorgt.

Natürlich haben 4 Glasscheiben einen geringeren g-Wert als 3. Ein großer Vorteil der Kastenfenster ist dann jedoch, dass bei Sonnenschein der innere Flügel geöffnet werden kann und somit nur  g-Wert des äusseren Flügel relevant ist. Der Nutzer hat also die Möglichkeit, die Performance der Fenster zu verbessern.

Im Sommer soll sich im Fensterzwischenraum keine Wärme stauen. Dafür kann der äussere Flügel angekippt werden und die Wärme entweicht. Durch eine zwischen den Flügeln angeordnete Jalousie kann dies noch optimiert werden. Man hat im Sommer eine windgeschützte Verschattung und im Winter einen Absorber, so dass das Fenster zum Warmluftkollektor wird.

Durch Spaltlüftung am äußeren gekippten Flügel kann heiße Luft aus dem Fensterzwischenraum entweichen, kühlere Luft strömt nach. Dadurch kann bei hohen Außentemperaturen und starker Einstrahlung die Rauminnentemperatur um bis zu 2 °C gegenüber dem komplett geschlossenen Fenster verringert werden.Die im Fensterzwischenraum erwärmte Luft kann durch den gekippten Innenflügel in den Wohnraum gelangen. Bei auf der Südseite eingebauten Fenstern kann dadurch eine zusätzliche Aufheizung um 4 – 6 °C im Innenraum erzielt werden.

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Sommerfall                                                               Winterfall

 

Durch Spaltlüftung am äußeren gekippten Flügel kann heiße Luft aus dem Fensterzwischenraum entweichen, kühlere Luft strömt nach. Dadurch kann bei hohen Außentemperaturen und starker Einstrahlung die Rauminnentemperatur um bis zu 2 °C gegenüber dem komplett geschlossenen Fenster verringert werden. Die im Fensterzwischenraum erwärmte Luft kann durch den gekippten Innenflügel in den Wohnraum gelangen. Bei auf der Südseite eingebauten Fenstern kann dadurch eine zusätzliche Aufheizung um 4 – 6 °C im Innenraum erzielt werden.